Neues IGF-Vorhaben 16217BR "Funktions- und fertigungsrelevante Kennwerte für Federstahldraht und Federband" am 01.09.2009 gestartet

Um die gestiegenen Anforderungen an spannungsausgelastete Federn erfüllen zu können, müssen genaue Kenntnisse über die Ausgangsmaterialien Federstahldraht und -band (E- bzw. G-Modul, Fließgrenzen bei Zug-, Torsions- und Biegebeanspruchung) sowie über deren Veränderung durch die Federherstellung vorliegen. Federstahldraht und -band sind stark eigenspannungsbehaftet. Die Berechnungsmodelle setzen aber linear elastisches Werkstoffverhalten und kleine Verformungen voraus. In der Praxis werden wegen fehlender Kennwerte zeit- und kostenintensive Musterfedern hergestellt. 
Ziele des Projektes sind die Bestimmung der Torsionskennwerte an Drähten mit 4,5=d=10mm, die Bestimmung des Relaxationsverhaltens bereits an Drähten, aber auch an Federn, jeweils in Abhängigkeit vom Bearbeitungszustand, die Bestimmung des Einflusses des Kugelstrahlens auf die Auslastbarkeit des Federstahls und die Entwicklung von nichtlinearen Dimensionierungsgleichungen für große Verformungen und nichtlinear-elastisches Materialverhalten. 
Die Ergebnisse werden bei den Draht- und Federherstellern sowie bei Federanwendern wirksam. Mit Kenntnis der genauen Materialkennwerte ist die Dimensionierung spannungsausgelasteter Federn aus Draht und Band möglich (Materialeinsparung). Weiterhin kann die Fertigung, besonders der Einrichtprozess, effektiver gestaltet werden

Das Vorhaben wird durch den Verband der Deutschen Federnindustrie begleitet. Durchführende Forschungsstelle ist die Technische Universität Ilmenau, Fachgebiet Maschinenelemente.