Neues IGF-Vorhaben 16874 N "Versagen Stahl und Aluminium" am 01.01.2011 gestartet

Anlass für das Forschungsvorhaben ist die Entwicklung eines Bemessungskonzeptes für geschmiedete Bauteile aus Stahl und Aluminium, das dem Leichtbau gerecht wird und eine zuverlässige Auslegung ermöglicht. Damit sollen Schmieden in die Lage versetzt werden, in Zusammenarbeit mit den OEMs die Anforderungen präziser zu formulieren, um innovative Produkte entwickeln zu können. Derzeit erscheint dies schwierig, da gegenwärtig in den Lastenheften nur Zeitfestigkeiten unter konstanten Amplituden gefordert werden. Weiterhin ermöglicht die Anwendung eines werkstoffgerechten Bemessungskonzeptes für Schmiedeteile aus Stahl bzw. Aluminium das Leichtbaupotential der Schmiedewerkstoffe auszunutzen und die Entwicklungszeiten und –kosten zu reduzieren.
Die Herausforderung bei der Bemessung von Schmiedeteilen ist die zutreffende Bewertung der numerischen Simulationsergebnisse. Der hierfür erforderliche Festigkeitsnachweis kann auf unterschiedliche Weisen geführt werden. Je nach Betrachtungsweise können sich die Ergebnisse deutlich unterscheiden, so dass der Konstrukteur vor die Frage gestellt wird, welche Vorgehensweise für seinen Fall die zutreffenden Ergebnisse liefert. Aus diesem Grund sollen die bestehenden Methoden für Schmiedeteile aus Stahl und Aluminium verifiziert und optimiert werden, so dass im Anschluss der Berechnungsingenieur ein Werkzeug erhält, mit dem er neue Innovationen schon in einem frühen Stadium des Entwicklungsprozesses hinsichtlich Ihrer Machbarkeit und Festigkeit zutreffend analysieren und bewerten kann, so dass in Zukunft das Festigkeitspotential der einzelnen Schmiedewerkstoffe bei verkürzten Entwicklungszeiten zu leichteren Produkten mit reduzierten Kosten führt.

Das Vorhaben wird durch den Industrieverband Massivumformung begleitet. Durchführende Forschungsstelle ist das Fachgebiet Systemzuverlässigkeit und Maschinenakustik der Technischen Universität Darmstadt.